Museum

Die Museen St. Wendel Land

Berühmte Gemälde und Skulpturen sowie alte Ausgrabungsstücke und zeitgeschichtliche Ausstellungen gibt es in deutschen Museen. Informiere dich hier über Ausstellungen und Museen in Sankt Wendel und Umgebung.

Mia-Münster-Haus mit Stadtmuseum St. Wendel

Das Mia-Münster-Haus beherbergt die Stadt- und Kreisbibliothek.
Die Bibliothek präsentiert sich als modernes Medienzentrum. Dieses umfasst neben konventionellen Printmedien, audiovisuelle und elektronische Medien. Den Bibliotheksnutzern stehen insgesamt 50.000 Bücher zur Verfügung: Romane und Sachbücher, Enzyklopädien, Lexika, Zeitungen und Zeitschriften sowie Spiele und Infobroschüren.

Im Obergeschoss ist das Stadtmuseum untergebracht. Dort kann man eine Dauerausstellung der aus St. Wendel stammenden Künstlerin Mia Münster bewundern, die von 1894 bis 1970 gelebt hat. Etwa 40 Bilder der Malerin sowie zahlreiche Werke und Objekte der regionalen Kunst- und Kulturgeschichte werden im Museum präsentiert.

In der historischen Abteilung sind Fundgegenstände aus der Römerzeit ausgestellt sowie eine Reihe von Gemälden aus der Barockzeit, auf denen der Volksheilige und Namensgeber der Stadt St. Wendelinus zu sehen ist. Hauptthema ist jedoch die Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts, unter anderem auch Pastellbilder von Nikolaus Lauer (1753-1824) und Kunstwerke von Philipp Jakob Riotte (1776-1856).

Missions- und völkerkundliches Museum in St. Wendel

Pater Arnold Janssen von den Steyler Missionaren gründete 1898 das Missionshaus in St. Wendel, das vom Atzenhübelweit über die Stadt hinaus ragt. Die Missionshauskirche wurde in den Jahren 1910–1913 errichtet. Des Weiteren ist im Missionshaus das Museum für Missions- und Völkerkunde beheimatet, das erst im Anschluss an den Bau der Kirche im Jahr 1920 gegründet wurde.

Gezeigt werden in erster Linie Zeugnisse der Lebensweisen und Arbeitsgewohnheiten fremder Kulturen, die die Steyler Missionare von ihrer Missionstätigkeit mit nach St. Wendel brachten. Hauptsächlich Objekte aus China und Neu Guinea sowie eine große Anzahl von Tierpräparaten aus aller Welt werden präsentiert. Schnitzereien, Webarbeiten, Schmuck und Waffen aus Indonesien werden gezeigt, ebenso besondere  Exponate der Ureinwohner der Philippinen.

Aus verschiedenen Ländern Afrikas stammen Musikinstrumente, Masken, Schnitzereien, Waffen und kleine Sammlungen von Haushaltsgefäßen. Gegenstände aus Porzellan sowie Textilien oder Malereien kommen überwiegend aus Indien, China und Japan.

Die Missionsbuchhandlung im Erdgeschoss bietet eine große Auswahl an aktueller religiös-theologischer und pädagogischer Literatur.

Straße der Skulpturen

Von St. Wendel bis zum Bostalsee kann man entlang einer 17 km langen Open-air-Galerie Beispiele der zeitgenössischen Kunst erleben. Die ungewöhnlich reizvolle Landschaft in Kombination mit den Skulpturen bietet dem Wanderer ein außergewöhnliches Erlebnis.

Den Anfang der Skulpturenstraße bildete das Bildhauersymposion auf der Höhe zwischen St. Wendel und Baltersweiler, das in den Jahren 1971/72 stattfand. Bei diesem wurden insgesamt 14 Skulpturen von 15 Künstlern aus sechs Ländern geschaffen. Initiator ist der aus St. Wendel stammende Künstler Leo Kornbrust.

Der erste Anstoß hierzu lieferte ihm der Bildhauer Karl Prantl, der im Burgenland in Österreich solche Symposien bereits durchführte. Leo Kornbrust ließ aber die Idee, eine Weiterführung des Symposions zu einer kompletten Skulpturenstraße nicht mehr los.

Als sich 1973 bei Baggerarbeiten einer St. Wendeler Baufirma riesige Sandsteinblöcke aus einen Hang lösten, ergriff Leo Kornbrust sofort die Initiative und ließ die Rohblöcke an ausgesuchten, landschaftlich markanten Punkten entlang des Saarland-Rundwanderweges aufstellen. Die Steine sollten innerhalb der nächsten Jahre von Künstlern bearbeitet werden. Bereits zwei Jahre vor der offiziellen Eröffnung wurden zwei Skulpturen geschaffen, die das Symposion mit der geplanten Straße der Skulpturen verbinden sollten: Han van Wetering schuf die Plastik »Fischkopf« und Yoshimi Hashimoto die Skulptur »Großer Fuß«. 1979 wurde die »Straße der Skulpturen« mit der Einweihung der Skulpturen »Liebesthron« von Leo Kornbrust und einer Bildhauerarbeit von Franz-Xaver Ölzant offiziell eröffnet.

Mittlerweile haben viele Künstler aus dem In- und Ausland über 50 Arbeiten geschaffen. Darunter waren einige vergängliche Objekte und auch Museumsobjekte, die nicht mehr zu sehen sind. Die Skulpturenstraße wurde bis zum Peterberg ausgedehnt.

Die Idee einer Skulpturenstraße als völkerverbindende Friedensstraße geht zurück auf den aus Polen stammenden Künstler Otto Freundlich, der bereits in den 30er Jahren von einer solchen träumte. Otto Freundlich konnte seine Idee leider nicht mehr verwirklichen. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde er als Jude 1943 verhaftet und ins Konzentrationslager Majdanek gebracht, wo er noch im selben Jahr starb. Ihm ist die Skulpturenstraße in St. Wendel gewidmet.

Am Ausgangspunkt der Skulpturenstraße an der Basilika in St. Wendel  würdigte Leo Kornbrust auf seiner Skulptur »Pyramide« mit einem Text  »Voie de la fraternité et solidarité humaine« den bedeutenden Bildhauer und Maler Freundlich.

Leo Kornbrust gab die Idee, eine völkerverbindende Straße der Skulpturen zu schaffen, nicht auf. Ein Leader-Programm im Landkreis St. Wendel ermöglichte ihre Fortsetzung: Durch die Integration anderer Bildhauersymposien sowie durch die Schaffung weiterer Skulpturen durch internationale Künstler wurde  eine „Straße des Friedens“ mit Bildhauerarbeiten zwischen der Normandie in Frankreich und Moskau geschaffen.

 

 

Historisches Museum »Theulegium« in Tholey

Hauptausstellungsstücke sind bedeutende Exponate der Vor- und Frühgeschichte, die in der römischen Ausgrabungsstätte Wareswald und um den Schaumberg gefunden wurden. Gleichzeitig ist die Entwicklung und Geschichte der Abtei Tholey und des Amtes Schaumburg dokumentiert.

Geologische Besonderheiten sowie Fossilien, Eisenerze und Halbedelsteine aus der Region ergänzen die Ausstellung. Eine Gesteinsart der Schaumbergregion ist der »Tholeiit«, der nach seiner Fundstätte in Tholey benannt wurde. Es ist das weltweit häufigste Gestein und wurde sogar von Raumsonden auf verschiedenen Himmelskörpern gefunden. Anhand von Exponaten und Schautafeln werden die Entstehung und Entwicklung dieser Gesteinsart im Museum erklärt.

Im restaurierten Kellergewölbe des historischen Museums beeindrucken außerdem das Kantonsgefängnis, die Olga-Schwind-Ausstellung mit historischen Musikinstrumenten, die Tafelklavierwerkstatt von Peter Mönch und die Photogrammetrie-Ausstellung zu Albrecht Meydenbauer, der ebenfalls Tholeyer Bürger war.

Schaumberg mit Schaumbergturm in Tholey

Der Schaumberg, mit einer Höhe von 569 m der „Hausberg“des Saarlandes, ist ein beliebtes Ausflugsziel für Sportbegeisterte und Erholungssuchende. Der Schaumbergturm, ein 37,5 m hoher markanter Aussichtsturm, ist der deutsch-französischen Freundschaft gewidmet. Ein Panoramaaufzug bringt die Gäste zur Aussichtsplattform, die barrierefrei gestaltet ist. Vom Turm aus hat man eine herrliche Aussicht in die Umgebung: auf die Hunsrückhöhen, die Ausläufer der lothringischen Schichtstufenlandschaft und über das Saarland Richtung Saarbrücken. Tafeln mit Ortsnamen und Himmelsrichtungen am Geländer helfen bei der Orientierung und der Erkundung der Landschaft.

Im Inneren des Turms befinden sich zwei Ausstellungen: Die Ausstellung „Gipfeltreffen“thematisiert die deutsch-französischen Beziehungen und den Schaumberg selbst. Eine weitere Ausstellung mit dem Titel „COzwo und Co“ widmet sich dem Thema „Klimaschutz“.

Ein Aussichtssteg, eine Picknickwiese sowie ein Wunschbaum finden sich auf dem neu gestalteten Plateau.

Der Herzweg, ein 3 km langer Rundweg in 500 m Höhe, bietet Spaziergängern immer wieder herrliche Ausblicke auf die umgebende Landschaft. Am Wegesrand liegt die siebeneckige Afrikakapelle. Sehenswert ist die Pieta, die von Kriegsgefangenen nach ihrer Freilassung aus Nordafrika in einem Fußmarsch nach Tholey gebracht wurde.

Zum Verweilen lädt die Gaststätte „Schaumberg-Alm“ mit Terrasse und Biergarten täglich ab 11:00 Uhr ein. Der gemütliche Gastraum bietet dank bodenhoher Fenster ebenso wie die Terrasse eine fantastische Aussicht. Neben der Alm befinden sich ein großzügiger Biergarten und ein großer Kinderspielplatz im keltisch-römischen Stil.

Das Schaumberg-Plateau ist das gesamte Jahr über Schauplatz von Veranstaltungen.

Kunstzentrum Bosener Mühle in Bosen

Das Kunstzentrum Bosener Mühle liegt direkt am Bostalsee. Die ehemalige Mehlmühle, dessen Entstehungszeitraum man heute nicht mehr nachvollziehen kann, wurde im Jahr 1870 um eine große Scheune erweitert. Aufgrund von Unrentabilität musste der Mühlenbetrieb schon in den frühen 30er Jahren eingestellt werden. Im Rahmen der Erschließungs- und Baumaßnahmen des Bostalsees erwarb der Landkreis St. Wendel 1977 die Mühle und baute sie als Kunstzentrum aus.

Das Kunstzentrum Bosener Mühle ist Kultur- und Kunstortzugleich. Es befindet sich direkt am Ufer des Bostalsees. Ausstellungen, Events sowie ein eigenesCafé sind ein Anziehungspunkt über das ganze Jahr. Für engagierte Laien und Fortgeschrittene werden Kunstkurse und Workshops angeboten. Neben vielen künstlerischen Sparten (Malerei,Grafik, Fotografie, Kunstschmieden, Bildhauerei) ist die Keramik ein Schwerpunkt im Angebot. Die Kurse werden betreut durch erfahrene Dozentinnen und Dozenten aus ganz Europa.

Das Kunstzentrum Bosener Mühle bietet auch Appartements zur Miete an.

Das „Kunst + Kultur-Café“ ist jeweils Mittwoch – Sonntag von 13:00 – 18:00 Uhr geöffnet und bietet den Besuchern hausgebackenen Kuchen und Kaffee. Die verwendeten Produkte sind saisonal abgestimmt und stammen aus der Region.

Weitere Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

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